Montag, 1. Oktober 2012

Lernen im Flowkanal

Silke Sonntag schlief fast am Arbeitsplatz ein. Schon seit Stunden übertrug sie Umsatzzahlen aus der Buchhaltung in die Auswertetabelle. Die Aushilfskraft war krank und nun musste sie als Abteilungsassistentin das übernehmen. Ob sie dafür ihr Studium absolviert hatte?

Ihre Chefin Claudia Huber plagte ganz anderes. Vertriebsdirektor Hansen wollte von ihr wissen, für welche technischen Sonderlösungen die Kunden bereit waren, wieviel mehr zu zahlen. Wie sollte sie das nur lösen? Als Betriebswirtin sagten ihr die technischen Details kaum etwas. Geschweige denn herauszufinden, was die Kunden dafür zahlen würden!

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Flow (Psychologie)
Beide Personen haben das gleiche Problem: Sie befinden sich nicht im Flow-Kanal.
Lernen und Weiterentwicklung ist damit schwer bis unmöglich. Wir befinden uns im Flow-Kanal, wenn die gestellten Anforderung unseren Fähigkeiten entsprechen.

  • Silke Sonntag war eindeutig unterfordert. Das einfache Übertragen von Daten stellte keine Herausforderung für sie dar.
  • Claudia Huber kannte sich technisch nicht aus und hatte keine Idee, wie sie ihr Problem lösen konnte. Sie war damit überfordert.

Mein Tipp:
  • Sorgen Sie dafür, dass sie sich in der Mehrzahl ihrer Zeit oder Tätigkeiten im Flow-Zustand befinden. Dann sind sowohl Sie zufrieden, als auch Ihre Auftraggeber.
  • Tätigkeiten, die Sie unterfordern, sollten Sie so effizient wie möglich lösen. Vielleicht hätte Silke Sonntag ja einen Datenexport nutzen und so ihre Excel-Kenntnisse erweitern können.
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen. Auch eine Zerlegung der Tätigkeiten in kleine Teilschritte könnte Ihnen helfen. Wenn Sie merken, dass Sie feststecken, treten Sie gedanklich (vielleicht auch physisch?) einen Schritt zurück und suchen Sie Lösungen "von außen"

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