Dienstag, 27. Mai 2014

Als Führungskraft alle Mitarbeiter gleich behandeln?!

Neulich im Kindergarten: Eine Betreuerin bat einen Elternteil dem Kind in die Frühstücksbox keine Süßigkeit mehr hinein zu tun. Nicht dass das Kind nur Süßes drin gehabt hätte. Nein, es gab halt zu den gesunden Sachen auch ein kleines "Goodie" dazu. Der Grund für die Bitte? Die anderen Kinder wären neidisch.

Anderer Schauplatz: ein kleines Trainingsunternehmen. Der für die Produktion kleiner Videos zuständige Mitarbeiter besitzt die neueste Ausstattung, zwei riesige Monitore - kurzum, das Neueste, das es gibt. Und selbst TÜV Auditoren die Sprache verschlägt. Der Grund? "Videos produzieren ist der Job meines Mitarbeiters, da soll er auch die beste Ausstattung haben", so der Inhaber.

Wie handeln Sie als Führungskraft? Motivatoren verweigern, um Neid zu vermeiden (= alle gleich behandeln) oder gezielt ausstatten und damit motivieren (=alle gleich fair behandeln)?
Sie sehen schon, es gibt einen Unterschied, ob ich alle gleich oder gleich fair, sprich: gerecht, behandle. Gute Eltern behandeln auch nicht alle ihre Kinder gleich. Sie behandeln sie so, wie es die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Kinder erfordern. Aber sie behandeln alle gleich gerecht, gleich fair.

Auch im Führungsalltag werden Sie niemals alle Mitarbeiter zu 100% gleichzeitig zufrieden stellen können. Doch wenn Sie sicherstellen, dass alle das bekommen, was für ihre Stelle begeisternd ist, dann haben Sie alle motiviert im Boot. Und? Wann haben Sie Ihre Mitarbeiter zuletzt begeistert?

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