Dienstag, 1. Juli 2014

Außergewöhnlich ansprechen - außergewöhnlich verkaufen!

Ich sehe sie schon am Eingang. Und überlege, wie ich beim Hinausgehen am besten daran vorbeikomme. Mache ein eiliges Gesicht. Oder schaue woanders hin. Nur nicht ansehen! Sonst sind Sie verloren! Innerlich sträuben sich mir schon die Haare und ich habe zugegebenermaßen ein abweisendes, negatives Gefühl. Nein, nicht auf die Personen selbst. Sondern das, was sie verkörpern und wie sie sich verhalten. Meistens jedenfalls. Bis letzte Woche...

Sie - das sind Verkäufer von Zeitungsabos, Staubsaugern, Mitgliedschaften oder anderem, die gern am Ein-/Ausgang von Supermärkten stehen und Vorübergehende in Ihren Markenbann ziehen wollen. Das Problem daran ist für mich, dass ich schon Zeitung und Staubsauger habe und keine weitere Mitgliedschaft benötige. Dass es aber auch anders geht, ja, das zeigte sich mir wie gesagt letzte Woche:

Wieder ein solcher Ministand am Ausgang. Hatte ihn schon beim Eintreten bemerkt und es hat sich obiges negative Gefühl eingestellt. Beim Hinausgehen hat sie mich erwischt, die Dame. Ich wappne mich also innerlich schon mit einer möglichst neutralen Absage, bereit zum Abschuss, da kam er. Dieser unverhoffte Satz. "Darf ich Sie auf eine Minute einladen?" Begleitet von einem freundlichem Lächeln. 

Keiner dieser üblichen Standardsätze. Einmal etwas Neues. Neugierig Machendes. Dummerweise war ich so auf Autopilot, dass ich mein vorbereitetes "Nein, danke" abgeschossen habe. Am Auto hatte ich fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen, denn ich weiß nicht mal, was sie verkauft hat, die freundliche Dame mit dem außergewöhnlichen Satz. Nicht, dass ich deshalb was gekauft hätte. Aber die erste Anbahnungsphase hatte sie (fast) geschafft...

Merke: Machen Sie es außergewöhnlich! Dann werden Sie auch außergewöhnlichen Erfolg haben!

A propos Staubsauger: Was noch so zu einem Verkaufsgespräch gehört, verrate ich Ihnen das nächste Mal! Also schauen Sie wieder rein!

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