Montag, 8. September 2014

Verbesserungen scheitern ... an unserem Selbstwertgefühl!

OK, guys - Sommerpause ist vorbei, da muss wieder mal ein Blogpost her:

Im Urlaub hatte ich entspannt darüber nachgedacht, warum wir mit Verbesserungsbemühungen bei anderen immer so sang- und klanglos untergehen. Da stellen wir morgens gut gelaunt fest, was man tun müsste, damit der Prozess der Postbearbeitung besser läuft. Oder die Fehlerbearbeitung mit unserer Nachbarabteilung. Oder die Buchung von ... Und das diskutieren wir dann enthusiastisch mit den betroffenen Kollegen.

Und ernten Kühlschrank-Mienen. Und jede Menge Ausreden. Dinge, warum das nicht funktioniert. Warum sie nicht mitmachen können. Und vieles mehr.

Dabei haben wir doch alles beachtet:

  • Kollegen offen und neutral befragt
  • kein Fingerpointing betrieben
  • Vorschläge statt Besserwisserei betrieben
  • usw.
Aber nein, wir sind gescheitert. Woran? Warum so oft und immer wieder?
Ich glaube, es liegt an unserem Selbstwertgefühl

Wir Menschen tun alles dafür, dass dieses nicht beschädigt wird. In unserer Vorstellung heil und erhalten bleibt. Wenn uns jemand einen Verbesserungsvorschlag macht, sagt er im Prinzip zu uns: "Du hast das bisher schlecht gemacht. Das war nicht gut. DU bist nicht gut (sonst hättest du es selbst gemerkt und besser gemacht)...." Zumindest kommt es in unserem Unbewusstsein so an. Und dann sträuben wir uns gegen den Vorschlag. Denn dann bleibt ja unser Selbstwertgefühl erhalten. Prima. Gut gemacht. Weiter so.

Leider ist das ein Automatismus, gegen den man wenig machen kann. Es würde bedeuten zu erreichen, dass wir uns weniger wichtig nehmen. Ja sogar, dass wir es toll finden, dass wir Fehler machen. Dass wir Spaß daran haben! Darüber sollten wir das nächste Mal nochmal reden...

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