Dienstag, 7. Oktober 2014

Verbesserungen scheitern... am Stress!

Die Fahrt ins Büro heute hätte echt die Hölle sein können. 
Kurz vor mir geht die Schranke runter...
Erster Gedanke: "Mist - schon wieder warten - Warten ist doch Verschwendung".
Zweiter Gedanke: "Reflexionsmodus! Du hast noch genügend Zeit. Nutz die Zeit sinnvoll. Denk über deinen nächsten Blogbeitrag nach!"
Und so öffnen sich die Schranken 2 Minuten später nach Durchfahrt des Bummelzuges. Doch die Freude währt nur 50 Meter. Meine Einfahrt an der Kreuzung scheitert an außergewöhnlich hohem Verkehr. Ah - dicke Suppe heute (Übersetzung: es hat starken Nebel)!
Erster Gedanke: "Hmm, diese Lücke nutzen? Könnte knapp werden!"
Zweiter Gedanke: "Reflexionsmodus! Sicherheit geht vor!"
Und das war gut so. Mit hohem Tempo rauschen Polizei und Notarzt vorbei. Und kurze Zeit später läuft es auch glatt und sicher. Später im Büro, aber dafür sicher und der Stresspegel hält sich auch in Grenzen.

Wie hätte ich mich wohl gefühlt, wenn ich unter Termindruck gestanden hätte?
Und jetzt stellen Sie sich vor, jetzt kommt noch einer und macht mir einen Verbesserungsvorschlag, wie ich meine Arbeit zügiger machen kann! ... (Auch aus dem ersten Stock kann man schmerzhaft fallen...)

Fazit 1:
Ist unser Umfeld grundsätzlich oder gerade sehr anstrengend, lehnen wir aus Selbstschutz Verbesserungen erstmal ab oder formieren aktiven Widerstand.

Fazit 2:
Nutzen Sie doch das Thema Stressbelastung als Argument für Verbesserungen. Aber bitte zu einem Zeitpunkt, an dem die Betroffenen halbwegs entspannt sind. Und nicht mit dem offenen oder verdeckten Ziel, eine Sache schneller zu machen, sondern (ehrlich und wertschätzend) den Personen eben Ärger und Stress zu ersparen..

1 Kommentar: