Mittwoch, 15. April 2015

Morgenmuffel oder Firmenmuffel? Ein Fall fürs Gesundheitsmanagement?

Kürzlich stand ich morgens am Eingang eines größeren Unternehmens und beobachtete die scharenweise hereinkommenden Mitarbeiter. Wissen Sie, was mich dabei erschreckt hatte? Bei kaum einem Mitarbeiter blickte ich in ein frohes oder zumindest entspanntes Gesicht!

Jetzt könnte man ja einwerfen "OK, das war morgens, das sind halt Morgenmuffel". Gut, dann ziehen wir statistische 50% Morgenmuffel ab. Auch wenn es schon 8 Uhr war. Aber dann bleiben immer noch 50% an Mitarbeitern, die ich eher als Firmenmuffel bezeichnet hätte. Nicht, dass ich glaube, diese Personen hätten kein Interesse an ihrer Arbeit gehabt, oder wären einfach abgestumpft. 

Doch was führt dazu, dass die Mehrzahl der Angestellten eher missmutig an ihren Arbeitsplatz kommt?
Vermutung 1: Sie haben einen stressigen Morgen gehabt und am Firmentor schon wahnsinnig viel hinter sich gebracht.
Vermutung 2: Das Arbeitsumfeld ruft bei ihnen keine wirkliche Freude hervor. 

Jetzt bringt man gern das Aktionsfeld "Gesundheitsmanagement" ins Spiel, das dafür zu sorgen hat, dieses Missverhältnis wieder umzukehren. Doch mal Hand aufs Herz: Wieviel können Sie als Führungskraft zur Entspannung beitragen? Eine Menge!

Hier eine kleine Auswahl:

  • Entstressen Sie den Arbeitsbeginn für Eltern mit Kinder. Vielleicht können Sie Singles dazu bewegen etwas früher da zu sein, und die Arbeit passender verteilen.
  • Tun Sie alles, damit ihre Mitarbeiter gerne für Sie arbeiten (übrigens: wie gerne würden SIE für sich arbeiten?)
  • Freundliche, aufmunternde Worte am Morgen wirken Wunder!
  • Und: fragen Sie doch einfach Ihre Mitarbeiter, was diese benötigen, um einen entspannteren Start in den Arbeitstag zu haben!
GMV statt Gesundheitsmanagement - stehen Sie zu sich und Ihrer persönlichen Führungsverantwortung, statt sie leichtfertig abzuschieben!

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