Dienstag, 7. April 2015

Und, war ich gut?

Nein, darauf will ich nicht hinaus. Was Sie gleich wieder denken! Da sehen Sie mal, was Kopfkino ausmacht. Kopfkino - gutes Thema - auch im Business. Denken Sie sich mal in folgende Situation hinein:

Freitag Mittag: Claudia Huber strahlt - der Großauftrag vom neuen Kunden Gabau AG ist unter Dach und Fach. Monatelange Abstimmungen und zahllose Angebote machen sich jetzt bezahlt. Ihr Chef wird stolz auf sie sein. 
Montag Morgen: Vertriebsleiterrunde. Claudia berichtet begeistert von ihrem Abschluss. Das erwartete Lob lässt allerdings auf sich warten. Statt dessen deprimierende Kommentare aus der Runde wie:

  • "Gabau? An deren Aufträgen ist doch unser Konkurrent schon fast zugrunde gegangen."
  • "Liefertermin Juni? Geht gar nicht. Pfingsturlaub in der Produktion. Und außerdem sind die Kapazitäten schon durch die Liebmann KG reserviert."
  • "Bei dem Preis kann ja kaum Deckungsbeitrag dabei rauskommen!"

Claudia Huber ist am Boden zerstört. So hart gearbeitet und jetzt das! Was ist nur passiert?

Passiert ist folgendes: Claudia Huber hat nicht bedacht, wer darüber bestimmt, ob sie gut im Job war. In ihrem Fall offensichtlich die anderen Vertriebskollegen und ihr Chef. Sie hat versäumt, deren Maßstäbe für "gut" zu berücksichtigen. Und das ist kein Einzelfall. Allzu häufig entscheiden andere darüber, ob unser Ergebnis gut war. Andere, die vorher nicht gefragt wurden und jetzt erfolgskritisch auf den Plan treten. 
Wie die Kunden eines Wellnessparks nach der Renovierung, die keine Begeisterung auslöste. 
Wie die Kollegen eines Maschinenverantwortlichen, der seine Arbeit plötzlich in der Hälfte der Zeit schafft, was diese gewaltig ärgert. 

Wie... - ja, wie ist das bei Ihnen? Wer bestimmt bei Ihnen, ob Sie gut waren?

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