Montag, 18. April 2016

Totgesagte leben länger - schlechte Unternehmen auch

Kürzlich habe ich angefangen, das Buch "Das Geheimnis der Champions" von Jörg Knoblauch und Benjamin Kuttler zu lesen (hier bei Amazon). Worum geht es?
1. Um 30 Berichte erfolgreicher Unternehmen, die sich besonders in der Personalpolitik anstrengen und
2. um 25 daraus resultierende Erfolgs"geheimnisse".

Das Buch selbst finde ich sehr gut recherchiert und es enthält viele nützliche Anregungen für alle, die in ihrem Unternehmen etwas ändern können und wollen. Und Anregungen für alle, die in einem solchen Unternehmen arbeiten wollen. Grundsätzlich geht es um die (mir bereits bekannte) Anwendung der ABC-Klassifikation von Mitarbeitern. A = diejenigen, die das Unternehmen voranbringen, B = durchschnittliche Arbeiter, C = die das Unternehmen ausnutzen und behindern. Das natürlich nur stark verkürzt. Wen es interessiert - lesen Sie das Buch oder eines aus der Reihe.

Parallel dazu las ich zum gleichen Thema heute den stets anregenden Blogbeitrag von Förster & Kreuz. Auch hier der Tenor: Mitarbeiter sind für den Serviceerfolg von Unternehmen verantwortlich. Und vor allem auch deren Führungskräfte.


Lange Vorrede für die Frage, die mich beim Buch und beim Blog eigentlich bewegt hat:
Werden wirklich nur diejenigen Unternehmen überleben, die überwiegend A-Mitarbeiter und -Führungskräfte haben? 

Ohne Zweifel:

  • solche Top-Unternehmen haben langfristige Überlebenschancen,
  • es geht ihnen wirtschaftlich besser als anderen,
  • sie erzielen leichter und einfacher Erfolge, und
  • das Arbeiten dort ist für Mitarbeiter ein wirklicher Gewinn.
Aber - Gegenposition:
Erleben Sie und ich nicht täglich Unternehmen, die einfach "frei Schnauze" agieren? Die alles andere als serviceorientiert sind? Mitarbeiter nur als Mittel zum Zweck sehen? Wahrscheinlich mit mehr oder eher weniger Nachdenken schon. Und die überleben auch! Bisher jedenfalls. 
  • Menschen entscheiden sich, dort zu arbeiten, weil sie vor Ort sind oder weil sie "keine andere Wahl" haben,
  • Kunden kaufen dort, weil Alternativen zu umständlich oder quasi nicht verfügbar sind, und
  • die Inhaber und Führungskräfte machen weiter wie bisher, weil es keine Konsequenzen hat.
Auch wenn ich entschieden lieber mit und für Top-Unternehmen in Sachen Personalpolitik arbeite: ich glaube - leider - die andere Spezies wird noch eine ganze Weile überleben. Was denken Sie?

Gemeinsam Ziele erreichen - zum Beispiel ein Update Ihrer Unternehmens- oder Bereichsstrategie - das können Sie mit mir erfolgreich durchführen!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen